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Dein smartes Zuhause mit Alexa

Alexa hört mit: Was kann ich dagegen tun?

Autor

Lilly

Veröffentlicht

15.06.2022

Aktualisiert

13.09.2022

Mann vor türkisem Hintergrund hält Hand ans Ohr und hört zu.
(stock.adobe.com)

Intelligente Sprachassistenten können den Alltag erleichtern und gehören zu einem smart ausgestatteten Zuhause einfach dazu. Trotz des erhöhten Komforts werden dennoch immer wieder Stimmen von Kritikern laut. Viele Menschen haben Angst vor massiven Eingriffen in ihre Privatsphäre durch ein ständiges Mithören der smarten Geräte. Doch hört Alexa wirklich mit? Immer?

Im heutigen Artikel beschäftigen wir uns mit der Frage, ob Alexa mithört, wie du die Aktivität des Sprachassistenten erkennen und mit welchen Einstellungen du deine Privatsphäre schützen kannst.

Sprachsteuerung: Alexa hört mit – weil sie es muss

Beantworten wir zunächst deine Hauptfrage: Ja, Alexa hört mit. Das muss sie auch, sonst wäre eine Sprachsteuerung überhaupt nicht möglich. Du kommst nach Hause, schaltest das Licht an, lässt dir die Nachrichten des Tages erzählen und hörst anschließend deine Lieblingstracks – ohne irgendwelche Knöpfe und Schalter drücken zu müssen. Du kannst alle Vorteile der Sprachsteuerung ausnutzen:

  • Du musst deine Einkäufe nicht ablegen, um das Licht einzuschalten.
  • Du kannst deine Echo Dots als Babyphone benutzen.
  • Du kannst dir ganz nebenbei deine Nachrichten und Anrufe aufzählen lassen.
  • Du kannst in deiner Abwesenheit dein Zuhause kontrollieren.
  • Du kannst während des Kochens oder G
  • ärtnerns die Musik umschalten und machst nichts dreckig.

Das oben Genannte ist nur eine kleine Auswahl an Dingen, die dir von einem Sprachassistenten abgenommen werden können. Damit das funktioniert, muss das Gerät allerdings permanent im Bereitschaftsmodus sein und mithören.

Hört Alexa die ganze Zeit mit?

Obwohl dein Echo Gerät permanent in Alarmbereitschaft ist, brauchst du dir keine Sorgen um deine Privatsphäre zu machen. Dieser Bereitschaftsmodus beschränkt sich nämlich wirklich auf dein Heimnetzwerk und gelangt nicht in die Cloud. Mit anderen Worten:

Erst, wenn du Alexa direkt mit dem eingestellten Codewort ansprichst, schaltet sie aus dem Bereitschaftsmodus in den Aktivmodus und erst jetzt bekommt Amazon über die Cloud das Gesagte mit.

Kann Alexa meine Privatsphäre stören?

Theoretisch hört Alexa erst aktiv mit, wenn du sie direkt mit deinem gewählten Aktivierungswort ansprichst. In den Werkseinstellungen lautet dieses Wort „Alexa“. Wenn du dich also einfach nur unterhältst oder fernsiehst, reagiert Alexa nicht und nimmt nichts aktiv wahr.

ABER: Es kann zu Verwechslungen kommen. Wörter, die ähnlich klingen oder Sätze, in denen versehentlich „Alexa“ oder gar „Alexander“ gesagt wird, können von Alexa als Befehl aufgenommen werden.

Damit es nicht zu solchen Fehlern kommt, kannst du Folgendes tun:

  1. Schalte deine Alexa aus, wenn du sie nicht benötigst.
  2. Ändere das Codewort.

Um ehrlich zu sein, ist die erste Methode unserer Meinung nach nicht die erste Wahl, aber die effektivste. Wenn dein Echo Dot aus ist, kann er überhaupt nicht mithören und selbst auf Befehl keine Daten in die Cloud laden. Aber mal ehrlich: Wozu hat man denn eine Sprachsteuerung, wenn man sie dennoch immer wieder manuell bedienen muss?

Die zweite Methode macht eher Sinn und ist eleganter. In den Einstellungen deines Geräts kannst du das Aktivierungswort unkompliziert ändern. Leider hast du hier nicht viele Alternativen und darfst dir auch kein individuelles Wort aussuchen. Dennoch hast du die Möglichkeit, aus folgenden fünf Wörtern zu wählen:

  • Alexa
  • Amazon
  • Echo
  • Computer
  • Ziggy

Du kannst nicht nur die Aktivierungsbefehle, sondern auch den Stimmton von weiblich zu männlich ändern. Dadurch kannst du dein Gerät wenigstens ein bisschen individualisieren, wobei wir sicher sind, dass eine individuelle Namensvergabe nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. =)

Alexa hört mit: wie steht es um den Datenschutz?

Amazon muss, um seine Produkte in Deutschland anbieten zu können, strenge Richtlinien befolgen. Das bedeutet für dich, dass deine Daten generell sicher sind. Bei Interesse kannst du dir aber die Datenschutzeinstellungen ansagen lassen und anpassen. Es ist auch möglich, Verläufe und Kommandos zu löschen oder das Gerät zurückzusetzen. Gerade, wenn dein Echo einen Besitzerwechsel vollzieht, ist das sinnvoll. So bleiben deine Aussagen und Verläufe wirklich bei dir oder auf dem Server von Amazon.

Übrigens: Ob die Daten bei Löschung des Verlaufs auch aus der Cloud gelöscht werden, ist bisher unbekannt. Sobald sich Amazon hierzu geäußert hat, werden wir die Info nachtragen.

Werden meine Daten von Alexa gespeichert?

Ja, deine Daten werden in einer extra Cloud gespeichert. Da sich die Server nicht in der EU befindet, unterliegt das Unternehmen übrigens auch nicht den hiesigen Datenschutzbestimmungen. Du kannst deine Verläufe aber punktuell oder vollumfänglich löschen. Von Zeit zu Zeit ist das vielleicht auch ganz sinnvoll, vor allem, wenn du deine Alexa einer anderen Person überlässt.

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