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Smarte Technik für dein Zuhause

Intelligentes Wohnen leicht gemacht: Smart Home & Smart Home Systeme nachrüsten

Autor

Robin Ewers

Veröffentlicht

06.06.2023

Smart Home nachrüsten
(stock.adobe.com)

In einer zunehmend vernetzten Welt, in der Technologie unseren Alltag prägt, möchtest vielleicht auch du dein Zuhause in ein Smart Home verwandeln. Doch welche Möglichkeiten hast du eigentlich, um deine Wohnung oder dein Haus nachträglich mit smarten Funktionen auszustatten? Welche Anbieter gibt es, und welche Vor- und Nachteile bringen sie mit sich? Und nicht zuletzt stellt sich die Frage: Was kostet es eigentlich, ein Smart Home System nachzurüsten? In diesem Artikel werden wir auf all diese Fragen eingehen, damit du am Ende für dich selbst entscheiden kannst, welches System für dich infrage kommt.

Kann man Smart Home nachrüsten?

Möchtest du nachträglich Smart Home bei dir zuhause einrichten, stehen dir dafür unterschiedliche Systeme und Geräte zur Verfügung. Von der intelligenten Heizungssteuerung, über smarte Rolläden und eine automatische Beleuchtungssteuerung ist alles dabei. Jedoch solltest du wissen, dass die Nachrüstung eines Smart Home-Systems je nach Umfang und Komplexität unterschiedliche Anforderungen stellen kann. In einigen Fällen erfordert die Integration bestimmter Geräte möglicherweise zusätzliche Verkabelungen oder den Austausch von vorhandenen Komponenten. Daher solltest du dir, ehe du Smart Home nachrüstest, zunächst einmal Gedanken darüber machen, welche Systeme es gibt und welche Möglichkeiten du damit hast.

Smart Home nachrüsten – welches System gibt es?

Beim Nachrüsten eines Smart Home-Systems stehen dir verschiedene Optionen zur Verfügung. Zu den gängigsten Systemen gehören:

  1. Smarte Beleuchtungssysteme beispielsweise von Philips Hue, LIFX und Osram Lightify.
  2. Smarte Heizungssysteme mit intelligenten Thermostaten wie dem Nest Learning Thermostat, Tado oder Honeywell Lyric worüber du deine Heizung und Klimaanlage fernsteuern und automatisierte Zeitpläne erstellen kannst, um Energie zu sparen.
  3. Smarte Sicherheitssysteme mit Alarmanlagen, Überwachungskameras und Tür-/Fenstersensoren, etwa von Homematic IP.
  4. Smarte Unterhaltungssysteme mit intelligenten Lautsprechern wie der Amazon Echo oder Google Home, die Sprachsteuerung und die Integration von Musik-Streaming-Diensten bieten.
  5. Smarte Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen oder Staubsaugerroboter mit smarten Funktionen nachrüsten. Beispiele dafür sind Samsung SmartThings, LG ThinQ und iRobot Roomba.

Magenta Smart Home nachrüsten

Die Deutsche Telekom strebt natürlich danach, ihren Kunden den Zugang zur Welt des Smart Homes zu ermöglichen. Bei Magenta Smart Home handelt es sich um ein umfassendes Angebot, das mit namhaften Partnern wie Bosch, Osram, Philips Hue und Google Nest über 300 Geräte und Sensoren für die Telekomeigene Qivicon-Funkplattform zur Verfügung stellt.

Telekom Smart Home ist ideal für alle Telekom-Kunden, Einsteiger und für die Nachrüstung in Mietwohnungen. Es bietet eine breite Palette an Starterkits, die bereits ab ungefähr 100 Euro erhältlich sind. Zusätzlich zur Hardware fällt für den Basisdienst eine monatliche Gebühr an.

Kann man KNX nachrüsten?

Das KNX-System hat sich seit Jahrzehnten im Objektbau bewährt. Es bietet jedoch auch zwei Vorteile für Privathäuser: Erstens werden feste Leitungen in den Wänden verlegt, die im Vergleich zu Funksystemen eine zuverlässige Datenübertragung gewährleisten. Zweitens ist KNX ein offener Standard, dem sich hunderte Firmen, darunter Gira und Jung, angeschlossen haben. Dadurch gibt es eine große Auswahl an hochwertigen Komponenten. Aufgrund der erforderlichen Verkabelung und den damit verbundenen Mehrkosten bei der Elektroinstallation eignet sich das System hauptsächlich für Neubauten oder größere Renovierungsprojekte. Dennoch gibt es auch zunehmend Funklösungen, mit denen KNX Smart Home nachrüstbar wird. Nahezu alles kann vernetzt werden, von Türkameras bis hin zu Lautsprechern. Es gibt aber kein Starterkit im herkömmlichen Sinne, da eine Installation durch einen Fachmann erforderlich ist.

Loxone Smart Home nachrüsten

Loxone lebt nach dem Motto: „No Gimmicks, real smart home“ und bietet die Möglichkeit, dein Zuhause mithilfe der Technik und Software von Loxone über die dazugehörige App einzurichten. Damit kannst du automatisch das Licht oder die Heizung steuern. Dafür muss ein extra Miniserver verbaut werden. Dieser wird beim Neubau entweder direkt im Schaltkasten integriert. Oder du entscheidest dich, das Smart Home System nachzurüsten. Dann aber mit einer Funkversion. Das System verzichtet aus Sicherheitsgründen komplett auf die Verwendung von Daten in der Internet-Cloud. Es bietet eine Vielzahl von Sensoren und Aktoren, darunter Raumklimakontrolle, Türkommunikation, Entertainment-Geräte wie Lautsprecher sowie Lichtlösungen oder die Steuerung der Markise. Dieses umfangreiche System ist nicht als Standardprodukt im Technikmarkt erhältlich, sondern wird individuell von Planern angepasst und vor Ort installiert. Daher können auch keine genauen Angaben über die Kosten von Loxone getroffen werden.

Smart Home nachrüsten: Gira

Bei Gira bestimmst du, wie intelligent dein Zuhause sein soll. Dabei ist im Gira System 3000 jeder Schalter eine Art Mini-Smart-Home: Funktionen wie Zeitschaltuhr, oder die Steuerung per Smartphone sind direkt im Schaltereinsatz verarbeitet, der in die Unterputzdose verbaut wird. Daher funktioniert jeder Schalter im Gira System 3000 eigenständig, ohne einen zentralen Server wie bei KNX. Dagegen ist Gira KNX RF eine drahtlose Alternative zu kabelgebundenen KNX-Systemen. So lässt sich Smart Home auch mit Funk nachrüsten. Wie auch bei Loxone wird das System individuell nach einer Beratung erstellt, so dass keine genauen Aussagen bezüglich der Kosten getroffen werden können.

Smart Home nachrüsten mit Alexa

Wenn du dein Zuhause mit smarten Funktionen nachrüsten möchtest und dabei Alexa integrieren möchtest benötigst du Geräte, die mit Alexa kompatibel sind. Des Weiteren brauchst du einen Amazon Echo, der deine Sprachbefehle empfängt. Falls du bereits smarte Geräte in deinem Zuhause hast, die nicht direkt mit Alexa kompatibel sind, kannst du mit Smart-Home-Hubs oder Bridge-Geräten Smart Home für Alexa nachrüsten.

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Der einfachste Weg, Smart Home nachzurüsten: Mit Funk

Anders als kabelgebundene Smart Home Systeme sind Funkgeräte ideal, um Smart Home nachzurüsten. Funkbasierte Geräte sind kostengünstig und lassen sich mühelos installieren. Darüber hinaus sind sie äußerst vielseitig einsetzbar, was besonders für Mieter von Vorteil sein kann, da hier in der Regel keine Wände aufgestemmt werden dürfen, um neue Verkabelungen oder ähnliches zu verlegen. Ein weiterer Vorteil eines Smart Home Systems auf Funkstandard ist, dass du hier erst mit einem kleinen System anfangen kannst und dieses nach und nach erweitern kannst. So musst du nicht gleich zu Beginn hohe Investitionen tätigen. Gerade für Einsteiger, die sich mit der Welt des Smart Homes erst vertraut machen wollen ist das ideal.

Smart Home nachrüsten mit Starterpaket

Möchtest du nicht viele separate kleine Smart Home Lösungen nachrüsten, könnten smarte Starterpakete eine Alternative für dich sein. Diese enthalten in der Regel mehrere Geräte, die zu einem vergünstigten Preis angeboten werden. Zusätzlich bieten Starterpakete für spezifische Aufgaben eine effiziente Zusammenstellung verschiedener Komponenten.

Ein gutes Beispiel sind Sicherheitssysteme: Möchtest du dein Zuhause mit intelligenten Lösungen im Bereich Sicherheit ausstatten, kannst du mit einem Starterpaket einen Controller, Bewegungs- und Rauchmelder sowie Tür- und Fensterkontakte erwerben. Diese Komponenten können über eine App konfiguriert und gesteuert werden.

Smart Home nachrüsten ohne Funk – geht das?

Möchtest du Smart Home nachrüsten und dabei auf Funktechnologie verzichten gibt es auch hier verschiedene Optionen.

  1. Eine Möglichkeit ist die Installation verkabelter Smart-Home-Systeme. Dabei werden spezielle Kabelverbindungen in den Wänden verlegt, um die Kommunikation zwischen den verschiedenen Geräten und Sensoren zu ermöglichen. Verkabelte Systeme bieten eine stabile und zuverlässige Datenübertragung, erfordern jedoch eine professionelle Installation und eventuell bauliche Anpassungen.
  2. Eine weitere Option ist die Powerline-Kommunikation, bei der das bestehende Stromnetz zur Übertragung von Daten genutzt wird. Hierbei werden spezielle Powerline-Adapter verwendet, die die Daten über das vorhandene Stromnetz senden und empfangen können. Powerline ist eine einfache Möglichkeit, Smart Home ohne Funk nachzurüsten.
  3. Es gibt auch bestimmte kabelgebundene Protokolle wie KNX, das auf einer Bustechnologie basiert. Dafür muss aber ein spezielles KNX-Kabel verlegt werden.

Generell ist das Nachrüsten von Smart Home ohne Funk immer möglich. Jedoch ist der Installationsaufwand um einiges höher – was sich meist auch in den Kosten niederschlägt.

Was kostet es, Smart Home nachrüsten?

Die genauen Kosten für das Nachrüsten von Smart Home lassen sich nicht exakt benennen. So hängen die Gesamtkosten etwa von der Anzahl der benötigten Geräte, den Umbaumaßnahmen oder der gewünschten Funktion ab.

Einige der wichtigsten Kostenpunkte beim Smart Home Nachrüsten sind:

  1. Die Kosten für die einzelnen smarten Geräte wie Steckdosen, Thermostate, Kameras, Türschlösser usw. variieren je nach Hersteller, Qualität und Funktion. Der Preis pro Gerät kann zwischen 20 und 200 Euro oder mehr liegen
  2. Ist ein Smart-Home-Hub für die Verbindung der verschiedenen Geräte erforderlich, entstehen weitere Kosten, die je nach Hersteller und Funktionsumfang zwischen 50 und 300 Euro liegen können.
  3. Je nach Art des Smart Home Systems und Umfang können zusätzliche Installationskosten anfallen. Wenn Verkabelungen oder bauliche Anpassungen erforderlich sind, um das System einzurichten, steigen diese durch die Beauftragung eines Fachmanns zusätzlich.
  4. Manche Smart-Home-Systeme verlangen möglicherweise zusätzliche Komponenten wie Sensoren, Aktoren oder Schalter. Die Kosten für diese Komponenten variieren je nach Anzahl.

Zusätzlich zu den oben genannten Kostenpunkten können auch monatliche Abonnementgebühren für erweiterte Funktionen oder Cloud-Services anfallen.

Die Gesamtkosten für das Nachrüsten eines Smart Homes können daher von einigen 100 Euro bis zu mehreren 1.000 Euro reichen, abhängig von den individuellen Anforderungen und der gewählten Ausstattung.

Smart Home nachrüsten: Intelligente Funktionen für dein Zuhause

Das Nachrüsten von Smart Home erlaubt es dir, auf verschiedene Art und Weise, dein Zuhause smart werden zu lassen. Ob es um die Steuerung von Licht und Entertainment, die Sicherheit zu Hause oder die Integration von Sprachassistenten wie Alexa geht, es gibt eine Vielzahl von Systemen und Geräten, die sich nachträglich installieren lassen. Dabei stehen sowohl kabelgebundene als auch funkgesteuerte Lösungen zur Verfügung.

Beim Nachrüsten eines Smart Home Systems ist es wichtig, die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen zu berücksichtigen. Manche Systeme erfordern eine professionelle Installation, während andere einfach selbst installiert werden können. Daher variieren auch die Kosten für das Nachrüsten eines Smart Homes je nach Umfang, Anzahl der Geräte und gewähltem System. Von einigen hundert Euro bis zu mehreren tausend Euro ist alles möglich.

Daher könnte es vielleicht sogar sinnvoller sein, ein Starterpaket einbauen zu lassen. Dabei sind gerade funkbasierte Systeme eine einfache Möglichkeit, Smart Home nachträglich zu erweitern. Der beste Schritt, Smart Home nachzurüsten, ist aber ein Beratungsgespräch bei einem Fachbetrieb. Schließlich möchtest du ja ein System, das deinen Wohnkomfort erhöht und nicht zusätzlichen Ärger verursacht.

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