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Smarte Technik fĂŒr dein Zuhause

Balkonkraftwerk anmelden: So einfach geht’s

Autor

Dennis

Veröffentlicht

04.08.2023

Aktualisiert

20.12.2023

balkonkraftwetk an balkon mit frau dahinter in rotem pulli
(stock.adobe.com)

Nur wenn du dein Balkonkraftwerk anmeldest, gilt die Mini PV Anlage als „ordnungsgemĂ€ĂŸ betriebsbereit“. Um dir die Anmeldung zu erleichtern, haben wir dir hier die wichtigsten Tipps und Informationen zusammengestellt.

Alles Wichtige zum Balkonkraftwerk anmelden auf einen Blick

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums Thema „Balkonkraftwerk anmelden“ sind:

  • Ist eine Anmeldung des Balkonkraftwerks Pflicht?
    • Ja, dies gilt insbesondere, wenn du den Strom aus deinem Balkonkraftwerk in das Haushaltsstromnetz einspeisen oder Fördergelder beantragen möchtest.
  • Habe ich durch die Anmeldung Vorteile?
    • Durch die Anmeldung kannst du unter anderem Fördergelder fĂŒr erneuerbare Energien beantragen.
  • Ist die Anmeldung kompliziert?
    • HierfĂŒr ist lediglich eine Registrierung beim Netzbetreiber notwendig. Diese dauert nach unserer Erfahrung im Selbsttest nicht lĂ€nger als 5 bis 10 Minuten. Danach musst du das Balkonkraftwerk noch im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eintragen. DafĂŒr solltest du ebenfalls rund 15 Minuten
  • Kostet die Eintragung eine GebĂŒhr?
    • In der Regel fallen fĂŒr den Eintrag ins Marktstammdatenregister keine GebĂŒhren an. Jedoch erheben manche Netzbetreiber geringe AnschlussgebĂŒhren.

GrundsĂ€tzlich gilt: Die Anmeldung eines Balkonkraftwerks ist zwar ein bĂŒrokratischer Schritt, aber wichtig, damit das Steckerkraftwerk als legal betrieben gilt.

Muss ich mein Balkonkraftwerk beim Netzbetreiber anmelden?

Ja, du musst dein Balkonkraftwerk noch vor Inbetriebnahme beim Netzbetreiber anmelden. GemĂ€ĂŸ der gĂŒltigen VDE-AR-N 4105 darfst du das selbst. Du kannst die Aufgabe aber auch an deinen Elektriker ĂŒbertragen. Das bietet sich vor allem dann an, wenn dieser den Anschluss der Anlage fĂŒr dich ĂŒbernommen hat.

Wichtig: Beachte bitte, dass der Netzbetreiber nicht dein Stromanbieter ist. Ab 2024 ist zudem eine Änderung geplant, dann soll die Anmeldung im Markstammdatenregister genĂŒgen. Damit haben Nutzer einer Stecker-Solaranlage den Vorteil, dass die lokalen Netzbetreiber keine Forderungen mehr an sie stellen können.

Diese beschlossenen Maßnahmen markieren einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft fĂŒr Deutschland. Die Erhöhung der Bagatellgrenze und die damit verbundenen Vereinfachungen signalisieren eine verstĂ€rkte UnterstĂŒtzung fĂŒr dezentrale Energiegewinnung.

Insgesamt zeigen die aktuellen Entwicklungen um die Balkonkraftwerk Anmeldung eine positive Richtung fĂŒr die Energiegewinnung in Deutschland. Die geplanten VerĂ€nderungen werden nicht nur die Nutzung von Balkonkraftwerken erleichtern, sondern auch den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen insgesamt beschleunigen.

So meldest du dein Balkonkraftwerk an: Netzbetreiber und Marktstammdatenregister

Sobald du deinen Netzbetreiber ausfindig gemacht hast, kannst du ĂŒber ein einfaches Meldeformular das Balkonkraftwerk anmelden. Sollte es keines auf der Homepage geben, kannst du den Musterbrief der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Sonnenenergie verwenden. Danach erfolgt die Anmeldung im Marktstammdatenregister.

Generell benötigst du folgende Unterlagen:

  1. Musterbrief oder Formular bei vereinfachtem Anmeldeverfahren
  2. Unbedenklichkeitsbescheinigung des Wechselrichters
  3. KonformitĂ€tserklĂ€rung nach VDE-AR-N-4105 fĂŒr den Wechselrichter (NA-Schutz)

ZusĂ€tzlich sind Angaben erforderlich ĂŒber:

  • Den Anlagenbetreiber (Adresse)
  • Standort der Anlage (Adresse)
  • Deine Telefonnummer/ E-Mail
  • Die ZĂ€hlernummer
  • Die Summenleistung der Module
  • Die Modulanzahl samt Leistung (beispielsweise 1 oder 2 x 400 Watt)
  • Die Nennleistung des Wechselrichters (600 Watt, ab 2024 auch 800 Watt möglich)
  • Das Datum der geplanten Inbetriebnahme

Wir haben uns ebenfalls angemeldet und nach unserer Erfahrung dauert die Anmeldung etwa 5 bis 10 Minuten – sofern man alle benötigten Daten vorliegen hat.

Muss ich mit einem Bußgeld rechnen, wenn ich mein Balkonkraftwerk nicht beim Netzbetreiber anmelde?

Aktuell sollten Betreiber kein Bußgeld erwarten, wenn sie die Anmeldung des Balkonkraftwerks versĂ€umen. Sollte der Netzbetreiber die Anlage bemerken, sollte der Inhaber allerdings mit Post rechnen, und die Anmeldung dann nachholen.

Registrierung deines Balkonkraftwerks im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur

Sobald dein Netzbetreiber informiert wurde, musst du das Balkonkraftwerk im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (MaStR) anmelden. Dazu hast du nach Inbetriebnahme einen Monat Zeit. Am einfachsten funktioniert das mit dem Online-Service der Bundesnetzagentur. Weitere Informationen findest du auch in der Registrierungshilfe.

Wie melde ich mich im Markstammdatenregister an?

Die Anmeldung ist recht einfach, im Video erfĂ€hrst du Schritt-fĂŒr Schritt, wie du vorgehen musst.

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Mehr Informationen

Nach der Registrierung erhÀltst du Zugang zum Service-Portal. Darin trÀgst du dann ein:

  1. Die Adresse des Balkonkraftwerks (Standortdaten).
  2. Deine Kontaktdaten (Telefon und E-Mail).
  3. Die technischen Daten der Steckersolaranlage.
  4. Solltest du ein Unternehmen haben, dann noch die Unternehmensform.

Bei Änderungen loggst du dich auch wieder hier ein und gibst diese an.

Wichtig: Du bist selbst dazu verpflichtet, dass deine Daten immer aktuell sind. Nutzt du dein Balkonkraftwerk fĂŒr den Eigenverbrauch, gib bei der Registrierung „Nein“ an, wenn du zur Frage kommst, ob Zahlungen vom Netzbetreiber gewĂŒnscht sind.

Was passiert bei einem fehlenden Markstammdatenregister Eintrag?

Wer sein Balkonkraftwerk nicht anmeldet, darf, laut § 21 der Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV), mit einem Bußgeld der Bundesnetzagentur abgemahnt werden. Bis dato ist in der Praxis aber noch kein Fall ĂŒber eine derartige Maßnahme bekannt.

Welche Mitteilungspflicht gilt fĂŒr Selbstversorger?

Im Rahmen ihrer Mitteilungspflicht mussten alle Anlagenbetreiber regelmĂ€ĂŸig Angaben zur Leistung ihrer Anlagen machen. Demnach sind auch Besitzer einer Mini PV Anlage verpflichtet, an der EEG-Datenerhebung der Bundesnetzagentur teilzunehmen.

Dies gilt aber nicht bei Balkonkraftwerken mit einer Maximalleistung unter 1 Kilowatt und wenn der erzeugte Strom ausschließlich fĂŒr den Eigenbedarf genutzt wird.

Übrigens: Ab einer Leistung ĂŒber 600 Watt mĂŒssen Balkonkraftwerke derzeit noch als regulĂ€re Solaranlagen angemeldet werden. Außerdem darfst du derartige Modelle auch nicht selbst installieren und in Betrieb nehmen.

Darf ich mehrere Balkonkraftwerke anschließen?

Hausbesitzer oder Mieter dĂŒrfen mehrere Solarmodule nutzen, solange der Wechselrichter nicht die Maximalgrenze von 600 Watt ĂŒberschreitet. Allerdings ist pro Wohnung bzw. ZĂ€hler nur ein 600 Watt Balkonkraftwerk erlaubt, unabhĂ€ngig von der Anzahl der Steckdosen.

FĂŒr mehr Leistung, wie beispielsweise ein 2000 Watt Balkonkraftwerk, können zusĂ€tzliche bĂŒrokratische Anforderungen bei der Anmeldung entstehen.

Zustimmung fĂŒr Balkonkraftwerke von Vermietern und WohneigentĂŒmergemeinschaften

Vor dem Anbringen von Solarmodulen oder dem Bohren fĂŒr Kabelverlegungen sollten Mieter, die ein Balkonkraftwerk nutzen möchten, RĂŒcksprache mit dem GebĂ€udeeigentĂŒmer halten. GrundsĂ€tzlich ist die Nutzung eines Balkonkraftwerks erlaubt und darf nur in AusnahmefĂ€llen abgelehnt werden, beispielsweise bei denkmalgeschĂŒtzten HĂ€usern.

Ab 2024 sollen Balkonkraftwerk-Nutzer durch neue Gesetze, die im Katalog privilegierter Maßnahmen im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) und im BĂŒrgerlichen Gesetzbuch (BGB) aufgenommen werden, gestĂ€rkt werden. Dies erschwert EigentĂŒmern den Widerstand gegen die Installation von Stecker-Solaranlagen erheblich.

Welche Mitteilungspflichten bestehen fĂŒr Selbstversorger mit Mini-Solaranlagen?

FrĂŒher waren Anlagenbetreiber verpflichtet, regelmĂ€ĂŸig Angaben zur Leistung ihrer Anlagen im Rahmen ihrer Mitteilungspflicht zu machen. Theoretisch sind auch Betreiber von Mini-Solaranlagen zur EEG-Datenerhebung ihrer Anlagen bei der Bundesnetzagentur verpflichtet.

In der Praxis verzichtet die Bundesnetzagentur darauf, solange die Maximalleistung des Balkonkraftwerks unter 1 Kilowatt bleibt und der erzeugte Strom fĂŒr den Eigenverbrauch genutzt wird. Da Balkonkraftwerke aufgrund von Sicherheitsrichtlinien in der Regel auf 600 Watt begrenzt sind, erreichen sie normalerweise nicht die Maximalleistung von 1 Kilowatt.

Mitteilungspflicht bei Volleinspeisung

Entscheidet sich der Betreiber einer grĂ¶ĂŸeren Solaranlage dafĂŒr, den erzeugten Strom komplett ins Netz einzuspeisen, um eine EEG-VergĂŒtung zu erhalten, muss er umfangreiche Zahlungs- und Mitteilungspflichten gegenĂŒber dem Finanzamt einhalten. Bei Missachtung der Meldepflicht droht laut Verbraucherzentrale die Streichung der VergĂŒtung oder sogar eine Strafe in Form von Bußgeld nach EnWG (§95).

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