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Smarte Technik für dein Zuhause

Smarthome-Sicherheit: Verjage Einbrecher mit Sirene, Kamera & Co.

Autor

Robin Ewers

Veröffentlicht

26.06.2023

Smarthome Sicherheit
(stock.adobe.com)

Beinahe 66.000 Einbrüche verzeichnete die deutsche Polizei im vergangenen Jahr. Und das sind längst nicht alle Gefahren, die dein Zuhause bedrohen. Denke nur an Wasserschäden oder Brände, die jedes Jahr in Hunderttausenden Haushalten Schäden hinterlassen. Willst du beruhigt zur Arbeit gehen oder in Urlaub fahren, ohne dir über die Sicherheit deiner Lieben oder deines Zuhauses Sorgen zu machen? In diesem Beitrag erfährst du, wie du mit deinem Smarthome mehr Sicherheit schaffst und häufige Risiken minimieren kannst.

Was ist Smarthome-Sicherheit?

Mehr Sicherheit durch smarte Lampen oder Heizkörperthermostate? Hört sich vielleicht komisch an. Zugegeben: Mit deiner Standard-Smarthome-Ausrüstung wirst du an der Sicherheit deines Zuhauses nicht viel ändern können. Aber bereits mit ein paar kleinen Anschaffungen kannst du einiges für ein Gefühl von mehr Sicherheit tun.

Unter smarten Sicherheitssystemen fürs Haus verstehen wir alle Geräte, die zur Sicherheit deiner Familie und deines Zuhauses beitragen. Das können etwa Alarmsirenen, Überwachungskameras, intelligente Türklingeln oder Fensterkontakte sein. Die Besonderheit im Vergleich zu klassischen Sicherheitssystemen: Smarthome-Security beruht auf smarten Technologien, mit denen du immer gut informiert bleibst.

Erkennen sie etwa einen Einbruchsversuch, einen Brandherd oder auch austretendes Wasser, kann die Sicherheitszentrale vordefinierte Aktionen ausführen. Möglich sind beispielsweise:

  • Push-Benachrichtigungen auf dein Smartphone oder Tablet (alternativ SMS oder ein Anruf)
  • Ausgabe eines lauten Alarms, um Bewohner oder Nachbarn zu alarmieren
  • Übertragung von Live-Videos der erkannten Gefahrensituation auf dein Handy
  • automatisches Einschalten von Beleuchtung, um Fluchtwege gut erkennbar zu machen

Wie funktioniert ein Smarthome-Security-System?

Um ein umfassendes System der Smarthome-Sicherheit in deiner Wohnung oder deinem Haus zu etablieren, kannst du verschiedenste Sicherheitssysteme kombinieren und im Idealfall sogar über eine gemeinsame Schaltzentrale steuern. So funktioniert Smarthome-Sicherheit:

  • Die verschiedenen Komponenten werden über deine WLAN-Verbindung oder einen Funkstandard (z. B. ZigBee, Z-Wave) mit deinem Smarthome verbunden.
  • Je nach verwendetem Standard steuerst du sie über eine zentrale App oder auch über mehrere Softwareprodukte.
  • Du legst mithilfe der Einstellungen fest, welche Aktionen deine Smarthome-Security ausführen soll, wenn der Ernstfall eintritt (z. B. ein Einbruchsversuch).
  • Bist du nicht zu Hause, bekommst du beispielsweise Push-Benachrichtigungen auf dein Smartphone, sodass du bei einem auftretenden Problem unverzüglich reagieren kannst. Möglich wird das durch die Internetverbindung zwischen deinem Smartphone und deinem Smarthome.
  • Videoüberwachungssysteme übertragen Live-Bilder per Internet an dein Smartphone. So kannst du etwa nachsehen, wer gerade an der Haustür geklingelt hat.

Vor- und Nachteile von Smarthome-Sicherheit

Dein persönliches Sicherheitssystem fürs Haus auf der Basis von Smarthome-Komponenten bringt jede Menge Vorteile mit sich:

  • modulweiser Aufbau, dadurch jederzeit um weitere Geräte erweiterbar
  • dank Verbindung per WLAN oder Funk keine feste Verkabelung erforderlich, daher auch für Mietwohnungen geeignet
  • einfach installierbar, keine Fachkenntnisse erforderlich
  • häufig herstellerübergreifende Kompatibilität der Geräte, somit zentrale Steuerung möglich
  • verglichen mit klassischen Sicherheitssystemen fürs Haus sehr günstig in der Anschaffung
  • Fernzugriff auf deine Smarthome-Sicherheit per App
  • im Notfall dank Push-Benachrichtigungen aufs Handy auch unterwegs immer im Bilde
  • individuelle Gestaltung deiner Smarthome-Sicherheit ganz nach deinen Bedürfnissen
  • einfacher Einstieg (Start schon mit einzelnen Komponenten möglich)

Nachteile von Smarthome-Security gibt es nur wenige – diese fallen dafür umso mehr ins Gewicht. Insbesondere musst du dir darüber im Klaren sein, dass sich viele smarte Sicherheitssysteme fürs Haus einfach aushebeln lassen. Eine Überwachungskamera, die sich bei Bewegungen auf dem Grundstück automatisch einschaltet und dir Live-Bilder aufs Handy schickt, gibt zwar ein gutes Gefühl von Sicherheit. Das funktioniert aber nur, wenn ein Einbrecher nicht eben das Stromkabel abzwickt.

Überhaupt ist die Abhängigkeit von einer externen Stromquelle ein großes Manko. Bei einem Stromausfall funktionieren Teile des Sicherheitssystems nicht, wenn es sich nicht um batteriebetriebene Geräte handelt.

Elf Ideen für ein umfassendes Smarthome-Security-System

Wie du deine Smarthome-Sicherheit im Detail aufbauen möchtest, hängt von deinem persönlichen Sicherheitsbedürfnis und deinen Anforderungen ab. Die folgenden Ideen zeigen dir, was du schon heute mit deinem Smarthome umsetzen kannst.

Schutz vor Einbrechern durch Alarmanlagen

Stell dir vor, du versuchst gerade, deinen wunderbar ausgedachten Einbruchsplan in die Tat umzusetzen – und plötzlich jault eine Alarmanlage in einer schrillen Tonlage durch die Nacht. Von einer Sirene geht eine enorm abschreckende Wirkung aus. Sie ist deshalb ein wirkungsvolles Element deiner Smarthome-Security. Lass sie automatisch auslösen, wenn dein Smarthome verdächtige Aktivitäten registriert, beispielsweise wenn sich jemand an einem Fenster zu schaffen macht. Alarmsirenen gibt es sowohl für innen als auch für außen – Letztere werfen problemlos noch deine Nachbarn mit aus dem Bett. Zusätzlich bekommst du eine Push-Benachrichtigung aufs Handy, falls du nicht zu Hause bist.

Immer alles im Blick mit smarten Überwachungskameras

Mit intelligenten Überwachungskameras behältst du den Überblick darüber, was sich in deinem Haus und auf deinem Grundstück tut. Du kannst die Geräte individuell einstellen, sodass sie beispielsweise bei Bewegungen in einem bestimmten Bereich des Gartens nicht auslösen, Familienmitglieder zuverlässig erkennen oder die Aufnahme bei Haustieren nicht starten. Außerdem kannst du die Überwachungskameras von anderen Smarthome-Komponenten mit steuern lassen. Ein Beispiel: Registriert ein Fensterkontakt Bewegungen am Fenster, kannst du automatisiert die Kamera aktivieren lassen, die auf das betreffende Fenster gerichtet ist.

Bewegungsmelder erkennen alle Aktivitäten

Bewegungsmelder registrieren alle Bewegungen auf dem Grundstück oder in der Wohnung und können dann bestimmte Aktionen auslösen. Auf Basis des Bewegungssensors kannst du beispielsweise eine Sirene, eine Push-Benachrichtigung oder eine Aufzeichnung der Überwachungskamera starten.

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Denselben Effekt haben in puncto Sicherheit übrigens auch sogenannte Anwesenheitssensoren. Mittels feinster Ultraschallwellen ermitteln sie, wenn jemand einen Raum betritt, und können die gewünschten Aktionen auslösen. Inzwischen gibt es sogar in einigen Amazon-Echo-Smartspeakern eine integrierte Anwesenheits- bzw. Personenerkennung (aktuell noch im Beta-Test). Hier ist allerdings mit Einschränkungen zu rechnen (z. B. bei Echo-Show-Geräten durch den Radius der Kamera beschränkt).

Erfahre mehr darüber, wie du Bewegungsmelder für mehr Sicherheit in Haus und Garten einsetzen kannst, in unserem Artikel.

Tür- und Fensterkontakte für mehr Schutz vor Einbrechern

Macht sich jemand an einem Fenster zu schaffen oder versucht, die Haustür aufzuhebeln, erkennen Tür- und Fensterkontakte dies und können wiederum jede gewünschte Aktion auslösen. So kannst du etwa automatisiert die Rollläden schließen lassen, wenn ein Kontakt einen Einbruchversuch erkennt, und eine Videoaufnahme auslösen.

Zudem gibt es Glasbruchmelder. Sie informieren dich umgehend, wenn eine Scheibe eingeschlagen wird.

Cleverer Brandschutz mit Rauchmeldern

Rauchmelder sind in vielen Gebäuden ohnehin längst Pflicht. Mit einem smarten Rauchmelder erreichst du noch mehr Sicherheit im Smarthome. Er lässt sich mit anderen Rauchmeldern verbinden, sodass diese vernetzten Geräte im Brandfall alle ihren Warnton ausgeben. Zudem bekommst du eine Push-Benachrichtigung aufs Handy und erfährst so direkt, wenn zu Hause etwas nicht stimmt.

Wie du mit smarten Rauchmeldern dein Zuhause vor Bränden schützt, erfährst du in unserem Artikel zum Thema Brandschutz.

Schutz vor Wasserschäden mit Wassermeldern

Wasser im Keller kann schwere Schäden verursachen – bis hin zum gefürchteten Schimmel in Wänden. Smarte Wassermelder erkennen es bereits, wenn nur ein oder zwei Millimeter Wasser am Boden stehen. Den Austritt von Wasser können die Geräte zwar nicht verhindern. Wohl aber, dass das Wasser unbemerkt in Ruhe in Wände, Böden und Möbel einzieht und diese zerstört, bevor du es überhaupt bemerkst.

Einen Schritt weiter gehen smarte Hauptventile. Diese erkennen automatisch, wenn sich der Wasserverbrauch untypisch erhöht und schließt gegebenenfalls die Hauptleitung ab. So lässt sich ein größerer Wasserschaden mitunter sogar verhindern.

Austritt von CO mit Kohlenmonoxidmelder erkennen

Tritt aus defekten Heizgeräten Kohlenmonoxid aus, kann dies innerhalb weniger Minuten lebensbedrohlich werden. Der Mensch wird einfach bewusstlos, wenn nicht mehr genügend Sauerstoff in der Atemluft vorhanden ist. Ein Kohlenmonoxidmelder erkennt einen solchen Austritt von CO. Idealerweise koppelst du ihn an einen hör- und sichtbaren Alarm, damit du deine Familie im Ernstfall schnell in Sicherheit bringen kannst.

Anwesenheitssimulation mit Smarthome-Komponenten

Diesen Teil der Smarthome-Security kannst du mit einfachsten Mitteln selbst umsetzen. Simuliere deine Anwesenheit, während du auf den Malediven am Strand liegst. Dabei helfen dir eingerichtete Routinen, mit denen du euren normalen Alltag nachstellst, zum Beispiel:

  • Musik laufen lassen
  • Licht an- und ausschalten
  • abends Fernseher laufen lassen
  • Rollläden hoch- und runterfahren

Selbst ohne Routinen kannst du diese Möglichkeit nutzen, denn die Steuerung erfolgt bequem per App.

Smartlocks für die Zutrittskontrolle

Für ein smartes Türschloss (Smartlock) brauchst du keinen klassischen Schlüssel, sondern öffnest es über verschiedenste Wege:

  • per Smartphone
  • mit einem Bluetooth-Sender
  • mit einem Zahlencode, den du über ein Keypad eingibst
  • per Fingerabdruck-Scanner
  • automatische Entriegelung durch Erkennung der GPS-Position deines Handys
  • per Sprachbefehl über Alexa oder Siri
  • per Gesichtserkennung
Smartes Türschloss
(Frank Gärtner – stock.adobe.com)

Du kannst dein smartes Türschloss auch mit einer Kamera koppeln. Klingelt jemand an der Tür, kannst du per Video nachsehen, wer dort wartet. Ist es dein Kind? Dann öffne ihm per Knopfdruck auf dem Smartphone die Tür. Außerdem ist deine Tür immer automatisch verschlossen, auch wenn du das beim Verlassen deines Hauses des Öfteren vergisst.

Ein gutes Beispiel dafür ist die „Ring Doorbell“, die kabelgebunden oder batteriebetrieben eine vollwertige Videosprechanlage darstellt. Du siehst, hörst und sprichst mit deinen Besuchern in Echtzeit von überall aus – auch unterwegs.

Lies mehr über Smartlocks in unserem Beitrag zu intelligenten Türschlössern.

Smarte Türschlösser ohne ohne Schlüssel

Schlüssel ade: Smarte Türschlösser für ein sicheres Zuhause

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Viele smarte Türschlösser, welche mit Alexa kompatibel sind, funktionieren nur zusammen mit dem Schlüssel. Dabei handelt es sich für gewöhnlich um eine Nachrüstlösung, welche auf das bisherige Türschloss mit darin steckendem Schlüssel installiert wird. Es gibt jedoch auch smarte Türschlösser ohne Schlüssel, welche ich dir in diesem Beitrag vorstellen möchte. Im Rahmen der Montage fällt hier natürlich oftmals ein deutlich größerer Aufwand an, doch natürlich bietet ein Alexa Türschloss ohne Schlüssel auch einige praktische Vorteile. Welche Vorteile das sind und welche smarten Schlösser ohne Schlüssel sich wirklich lohnen, möchte ich dir im Folgenden gerne etwas genauer vorstellen.

Astro – Amazons Antwort auf Roboter

Astro ist quasi ein fahrendes Tablet auf Rädern, zählt aber dennoch zu den Robotern. Er kann nämlich gerade in Sachen Smarthome-Sicherheit einiges für dich erledigen:

Amazon Astro Roboter
(press.aboutamazon.com)
  • im Haus „patrouillieren“, um Räume zu überprüfen
  • Videos in verschiedenen Höhen aufnehmen (ausziehbare Stange)
  • Nachrichten verschicken, wenn etwas Ungewöhnliches entdeckt wird
  • Sperrzonen einrichten für Bereiche, die der Roboter nicht befahren soll
  • per Gesichtserkennung Mitbewohner erkennen
  • bekannte Alexa-Funktionen ausführen

Leider ist diese Option der Smarthome-Security aktuell noch Zukunftsmusik. Der Roboter ist bislang nur in den USA erhältlich und selbst dort nur in kleinen Stückzahlen und auf Einladung. Wenn er sich dort jedoch durchsetzt, könnte das für 1.490 $ angekündigte Novum auch schon bald in Europa zu kaufen sein.

Kontrolle der Wohnung per Saugroboter

Keine Zukunftsmusik mehr ist die Flächenkontrolle deiner Wohnung durch ein Gerät, das hier sowieso ständig unterwegs ist: der Saugroboter. Fantastische Kerlchen sind hier beispielsweise die ECOVACS-Saug- und Wischroboter. Aktivierst du die Funktion „Flächenkontrolle“, fahren sie durch die ganze Wohnung. Je nach Modell schießen sie an bestimmten Punkten ein Foto und speichern es ab, oder sie drehen sich an verschiedenen Stellen um die eigene Achse und ermöglichen dir aus der Ferne per Smartphone einen Rundum-Videoblick. So findest du ganz nebenbei heraus, ob die zu Hause gebliebenen Teenager eine Party feiern.

ECOVACS DEEBOT T10+ Saug- & Wischroboter mit 3,2L Absaugstation (3000Pa, AIVI Hindernisvermeidung, OZMOPro Oszillierendes Wischen, Video-Manager mit Echtzeit-Videochat,YIKO Sprachassistent, 3D-Karte)
  • Effiziente Auto-Entleerungsstation: Die 21 kPa Saugleistung der Selbstentleerungsstation kann Staub, Haare und andere kleine Partikel im Mülleimer effizient entfernen. Der vollständig versiegelte 3,2-Liter-Einweg-Staubbeutel kann bis zu 60 Tage lang verwendet werden, ohne dass der Staubsaugerbehälter geleert werden muss, und bietet so eine völlig handfreie Erfahrung.
  • AIVI 3.0 Objekterkennung und Hindernisvermeidung: AIVI 3.0 kann 18 gängige Hindernisarten in Innenräumen (z. B. Socken/Schuhe/Drähte/U-förmige Stühle/Mülleimer/Teppich/Ladestation) präzise erkennen. Die ausgestattete 960 P-Kamera kann statische/dynamische Szenen erkennen und auch bei schwachem Licht ein klares Bild aufnehmen, was eine einfache Hindernisvermeidung und weniger Verwicklungen und Verstopfungen ermöglicht.

Dein persönliches Smarthome-Security-System: So stellst du es zusammen

Je umfassender dein Smarthome-Sicherheitssystem ist, umso sicherer wirst du dich zu Hause und unterwegs wahrscheinlich fühlen. Dennoch solltest du genau hinterfragen, welche Komponenten Sinn machen und worauf du vielleicht verzichten kannst. Du hast hier mehrere Optionen:

  • Du hast ein hohes Sicherheitsbedürfnis und willst auf Nummer sicher gehen? Dann lass am besten einen Profi ran und genau analysieren, wie du dein Haus am besten einbruchsicher machst. Diese Variante ist teurer, aber je nach Anbieter auch weniger störungs- und manipulationsanfällig.
  • Du willst erst einmal ausprobieren, was die Smarthome-Sicherheit kann und wie sie dich im Alltag unterstützen kann? Starte doch erst einmal mit einigen kleineren Maßnahmen wie etwa der Installation von Fenster- und Türkontakten oder der Anbringung einer Kamera im Garten, um unerwünschte Besucher wahrzunehmen. Später kannst du jederzeit weitere Komponenten ergänzen.
  • Starte mit einem smarten Sicherheitssystem fürs Haus oder mit einem Starterkit, in dem bereits die wichtigsten Geräte für eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus enthalten sind. Mit einem Bosch-Smart-Home-Starter-Paket kannst du beispielsweise direkt Tür-/Fensterkontakte, Rauchwarnmelder und Bewegungsmelder zum günstigen Setpreis kaufen, ausprobieren und später nach deinen Bedürfnissen erweitern.

Möchtest du dein Zuhause umfangreich schützen, sind Überwachungskameras in den Eingangsbereichen ein Muss, gegebenenfalls noch weitere Kameras in schwer einsehbaren Bereichen des Gartens, wo ein Einbrecher ungestört Fenster öffnen kann. Weitere wichtige Komponenten sind:

  • Bewegungsmelder in den Eingangsbereichen
  • eine Alarmsirene innen (zur Warnung der Bewohner) und außen (zur Alarmierung der Nachbarn)
  • Tür- und Fensterkontakte bzw. Glasbruchsensoren an den Türen und Fenstern im Erdgeschoss und Keller
  • Rauchmelder in den wichtigsten Wohnräumen
  • Wassermelder im Keller und im Hauswirtschaftsraum
  • Videotürklingel (optional mit Gegensprechanlage)

    Video Türklingel
    (stock.adobe.com)

Wie sicher ist Smarthome-Sicherheit wirklich?

Wie eingangs schon erwähnt: Eine 100-Prozent-Sicherheitsgarantie gibt es bei keinem Sicherheitssystem. Fort Knox im eigenen Zuhause ist eher unrealistisch. Ein großes Problem ist, dass viele Komponenten eine dauerhafte Stromquelle benötigen, um zu funktionieren. Sobald die Stromversorgung weg ist, erfüllen sie auch ihren Zweck nicht mehr. Zudem können viele Geräte von außen sabotiert werden – Stichwort: Hackerangriff. Dennoch kannst du einiges tun, um dein Smarthome weniger anfällig zu gestalten:

  • Setze vermehrt auf Komponenten, die batterie- bzw. akkubetrieben sind. Viele lassen sich über ein externes Ladegerät aufladen.
  • Erledige anstehende Software-Updates der Geräte und Apps immer sofort – möglicherweise werden damit bestehende Sicherheitslücken geschlossen.
  • Greife auf bekannte, größere Hersteller zurück. Die Wahrscheinlichkeit ist dann höher, dass es für die Geräte noch möglichst lange Updates gibt.
  • Denk daran, dein Haus an sich einbruchsicher zu gestalten. Die besten Fensterkontakte bringen nichts, wenn du regelmäßig vergisst, die Kellertür abzuschließen.
  • Ändere deine Passwörter im Smarthome regelmäßig. Vergib für den Router ein sicheres Passwort.
  • Nutze verschiedene WLAN-Netzwerke für unterschiedliche Geräte. So fallen, wenn ein WLAN gehackt wird, beispielsweise nur die Kameras oder nur die Rauchmelder aus – aber nicht alles auf einmal.

Häufige Fragen zur Smarthome-Sicherheit

Wie viel kostet ein Smarthome-Sicherheitssystem?

Die Spannbreite bei den Kosten ist enorm. Willst du erst einmal nur ein paar einfache Smarthome-Komponenten (z. B. Bewegungsmelder) verbauen, kannst du mit 100 Euro schon einiges bewirken. Für ein umfassendes Smarthome-System mit vielen Komponenten solltest du ein Budget zwischen 500 und 1.000 Euro einplanen, wenn du alles selbst installierst. Sicherheitssysteme fürs Haus vom Profi können schnell einige Tausend Euro verschlingen.

Verursacht Smarthome-Sicherheit laufende Kosten?

Abgesehen von den einmaligen Anschaffungskosten können je nach Funktionalität laufende Kosten für Abos und erweiterte Clouddienste auf dich zukommen. Willst du bei einer Ring-Videotürklingel beispielsweise wissen, wer gestern Abend um 19 Uhr geklingelt hat? Dann brauchst du ein monatliches Abo, damit deine Videos gespeichert werden.

Kann ich für mein Smarthome-Security-System einen Zuschuss bekommen?

Das KfW-Förderprogramm 455-E zur Förderung des Einbruchschutzes wird 2023 nicht neu aufgelegt. Du kannst alternativ einen Förderkredit im Programm „Altersgerecht umbauen“ (Kredit 159) nutzen. Der Aufwand für die Beantragung dürfte sich allerdings eher für größere Vorhaben lohnen.

Wie sieht es mit der Kompatibilität von Smarthome-Security aus?

Viele Smarthome-Produkte sind so entwickelt, dass du sie problemlos mit anderen Fabrikaten kombinieren kannst. So lassen sich beispielsweise bestehende smarte Leuchtmittel in dein Sicherheitssystem integrieren. Informiere dich aber am besten schon vor dem Kauf über die Kompatibilität. Greifen die Komponenten später doch nicht ineinander und müssen über mehrere Apps gesteuert werden, ist das eher unkomfortabel.

Am sichersten fährst du, wenn du alle Komponenten von derselben Marke verwendest (z. B. das große Sortiment an Sicherheitssystemen von Ring). Legst du auf eine Sprachsteuerung deiner Sicherheitsgeräte Wert, achte gut auf die Herstellerangaben – diese Möglichkeit haben längst nicht alle Produkte.

Fazit: Mach dein Smarthome sicherer – und schlage Einbrecher in die Flucht

Clever eingesetzt, kann deine Smarthome-Sicherheit einen Einbruch sogar verhindern – etwa wenn lautes Sirenengeheul den Einbrecher in die Flucht schlägt. In der Praxis sind wir im Ernstfall aber auch schon froh, wenn wir in Abwesenheit (oder auch Anwesenheit) wenigstens etwas davon mitbekommen, dass zu Hause etwas nicht stimmt. Und im Idealfall vielleicht sogar durch Kameraaufnahmen erste Hinweise auf den oder die Täter bekommen.

Insofern sagen wir: Sicherheitssysteme fürs Haus lohnen sich in jedem Fall, denn sie geben dir ein gutes Gefühl und können helfen, Schäden zu vermeiden. Du solltest dich aber nicht der Illusion hingeben, dass nichts mehr passieren kann. Für alle Eventualitäten ist Smarthome-Sicherheit nicht gerüstet – aber doch für einige Szenarien.

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