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Dein smartes Zuhause mit Alexa

So sparst du mit dem Smart Home Energie: 6 Tipps und mehr

Autor

Robin Ewers

Veröffentlicht

17.09.2022

smarte Thermostate auf Tisch von aroundsmart
(Robin Ewers - aroundsmart.de)

Mehr als zwei von fünf Bundesbürgern nutzen in ihrem Zuhause Smarthome-Technologien. Das hat eine Studie im Auftrag des Bitkom-Digitalverbands ergeben. Kein Wunder: Der aktuellen Strompreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDWE) zufolge lag der Strompreis für Haushalte im Juli 2022 bei durchschnittlich 37,30 Cent pro Kilowattstunde – um fast 16 Prozent mehr als noch 2021. Die Gaspreise sind im Vergleich zum Vorjahr sogar um über 100 Prozent gestiegen.

(Quelle: Verivox.de)

Mit Smarthome-Anwendungen Energie zu sparen, wird jetzt so richtig interessant – denn während die Anschaffungskosten dank ausgereifter Technik und immer mehr Herstellern erschwinglicher werden, machen die hohen Energiekosten den Einsatz von Smarthome-Technik rentabel. Wir verraten dir, wie du Strom- und Heizkosten sparen kannst und geben dir wertvolle Tipps für dein Smarthome.

Unsere sechs besten Tipps: Energie sparen mit dem Smarthome

Mit Smarthome-Technologien kannst du deine Heizkörper intelligent steuern, deinen Stromverbrauch analysieren und optimieren und so insgesamt deinen Energiebedarf senken. Die folgenden Tipps helfen dir, deinen individuellen Plan für Energiesparmöglichkeiten im eigenen Zuhause zu entwickeln.

Tipp #1: Stromverbrauch erfassen

Die heimlichen Stromfresser können sich enorm auf deine Stromrechnung auswirken. Schon ein einzelnes Ladegerät, das ungenutzt (!) in der Steckdose steckt, kann pro Jahr bis zu 50 Euro Kosten verursachen. Ganz zu schweigen von anderen Geräten, die im Dauer-Standby-Betrieb gehalten werden, ob Kaffeemaschine, TV-Gerät oder Warmwasserboiler.

Um diese Stromfresser zu identifizieren, benötigst du lediglich spezielle Steckdosen, die über eine Energieverbrauchsmessung verfügen. Das sind etwa die Modelle FRITZ!DECT 200 oder 210, D-Link DSP-W218, Homematic IP Schalt-Mess-Steckdose oder OSRAM Smart+ Plug. Und es funktioniert erstaunlich einfach, mit Homematic & Co. deinen Stromverbrauch zu erfassen:

  • Stecke die smarte Steckdose in deine herkömmliche Steckdose.
  • Schließe dann das Gerät an, dessen Energieverbrauch du messen möchtest, und betreibe es wie gewohnt.
  • Die WLAN-Steckdose übermittelt den gemessenen Stromverbrauch an die zugehörige App. Dort kannst du genau ermitteln, wie hoch der Energiebedarf bei der aktiven Nutzung sowie im Standby-Modus ist.

Die intelligenten Steckdosen sind in einem Preisrahmen von rund 15 bis 50 Euro erhältlich und somit die ideale Einsteigerlösung. Sogar mit nur einem Gerät könntest du schon einen nennenswerten Effekt erzielen – indem du nach und nach all deine Geräte damit analysierst und sie entweder durch energieeffizientere Varianten austauschst oder sie zum Beispiel mit einer Stromsparleiste betreibst.

Tipp #2: Nicht benötigte Elektrogeräte abschalten

Die smarten Steckdosen können aber noch viel mehr: Möchtest du im Smarthome Strom sparen, lässt du deine Elektrogeräte automatisch von der Stromquelle trennen, wenn sie nicht benötigt werden. Du umgehst den Standby-Modus und vermeidest so, dass Geräte in Bereitschaft unbemerkt Energie verbrauchen.

smarte steckdose von tado vor aroundsmart logo
Mit einer smarten Steckdose kannst du nicht benötigte Geräte ausschalten und so Strom sparen. (Robin Ewers – aroundsmart.de)

Alles, was du dafür brauchst, sind smarte Steckdosen, an die du deine Elektrogeräte anschließt. So werden auch Geräte ohne eigene Smarthome-Funktionalität oder WLAN-Verbindung wirkungsvoll in dein energieeffizientes Zuhause eingebunden, ob Wäschetrockner oder Backofen.

So funktioniert’s:

    1. Installiere die Smarthome-Steckdose in der normalen Steckdose. Sie ist sofort betriebsbereit.
    2. Stecke nun das zu steuernde Gerät in der Steckdose ein. Möchtest du daran mehrere Geräte betreiben, kannst du auch einen Mehrfachstecker zwischenschalten.
    3. Jetzt kannst du deine Geräte über die zugehörige App steuern oder sie via Alexa und Smartspeaker per Sprachbefehl ansprechen: „Alexa, Fernseher aus.“

Das Interessante: Wenn du in der Alexa-App eine Gruppe mit Steckdosen anlegst, kannst du mehrere Geräte gleichzeitig steuern. So fasst du beispielsweise die gesamte Unterhaltungselektronik wie Fernseher, Receiver, Heimkinoanlage oder Spielekonsole in einer Gruppe namens „Unterhaltung“ zusammen und trennst per Sprachbefehl alle auf einmal von der Stromzufuhr. So können sie im Standby-Modus keine Energie verbrauchen.

Tipp #3: Mit dem richtigen Lichtkonzept im Smart Home Energie sparen

13 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Privathaushalten fallen für die Beleuchtung an. Der wichtigste Punkt bei der Energieeinsparung ist der Austausch herkömmlicher Glühbirnen gegen LED-Leuchtmittel. Zusätzlich kannst du auf smarte Lampen setzen, beispielsweise Philips Hue, TP-Link Tapo, IKEA Tradfri oder AVM FRITZ!DECT 500. Je nach Funktionsumfang bieten sie dir jede Menge Möglichkeiten zum Energiesparen:

  • Bündle die Lampen in der Alexa-App zu einer Gruppe und steuere sie gemeinsam (z. B. Aktivierung der gesamten Flurbeleuchtung).
  • Nutze dimmbare Leuchtmittel und dimme sie per Sprachbefehl („Alexa, dimme Schlafzimmer auf 40 Prozent“).
  • Während deines Urlaubs lässt du mit einem Lichtkonzept regelmäßig das Licht ein- und ausschalten, um dein Haus vor Einbrechern zu schützen.
  • Schalte beim Zubettgehen automatisiert alle Lichter im Haus aus.
  • Du hast vergessen, zu Hause die Lichter auszuschalten? Regle das einfach von unterwegs aus per App.

Du kannst smarte Lampen mit einem Anwesenheitssensor verknüpfen. Dieser erkennt es, sobald sich jemand im Haus befindet und aktiviert die Beleuchtung. Ist niemand im Haus, wird sie deaktiviert.

smarte Lampen von Philips Hue auf Tisch vor Logo von smart home portal aroundsmart
Auch mit smarten Lampen lässt sich Strom sparen. (Robin Ewers – aroundsmart.de)

Tipp #4: Mach deine Heizung smart

Heizt du deine Wohnung auch tagsüber, damit es abends warm ist, wenn du von der Arbeit nach Hause kommst? Denselben Effekt kannst du mit einem cleveren Smarthome-Heizungsregler auch erreichen, aber ohne den ganzen Tag lang durchzuheizen. Dafür eignen sich etwa die Modelle Homematic IP, AVM FRITZ!DECT 301 oder Tado V3+.

smarte Thermostate auf Tisch von aroundsmart
Mit smarten Thermostaten lässt sich viel Gas sparen. (Robin Ewers – aroundsmart.de)

Um den Smarthome-Heizkörperthermostat zu installieren, demontierst du zunächst den vorhandenen Thermostat. Dann schraubst du das neue Modell an. Falls er nicht passt, musst du eventuell einen Adapter zwischenschalten. Nun kannst du den Heizkörper per App oder per Sprachbefehl von überall aus steuern. Mit dem Sprachbefehl „Alexa, stelle die Schlafzimmerheizung auf 18° C“ kannst du etwa die Temperatur auf das Grad genau einstellen. Viele Thermostate bringen bereits eigene Heizpläne oder -profile mit, mit denen du verschiedene Szenarien einstellen kannst, zum Beispiel:

  • Lass dein Badezimmer jeweils morgens und abends zu den typischen Nutzungszeiten beheizen.
  • Den restlichen Tag bleibt die Heizung ausgeschaltet.
  • Differenziere zwischen Wochenende und Arbeitstagen. An Arbeitstagen kannst du die Heizung tagsüber absenken. Am Wochenende hingegen lässt du sie länger laufen, wenn du mehr zu Hause bist.
  • Lass die Temperatur nachts absenken, um mit deinem Smarthome Heizkosten zu sparen.

Möchtest du per Smarthome deine Heizkörper steuern, geht das auch von unterwegs aus. Entweder über die angebundene Smartphone-App oder auch über Alexa. Hier kannst du die Thermostate wiederum in Gruppen organisieren und so gezielt einzelne Räume beheizen lassen.

Tipp #5 Heizkosten sparen mit Fensterkontakten

Ergänze deine smarten Thermostate mit Fenster- und Türkontakten. Diese erfassen es, wenn ein Fenster oder eine Tür geöffnet wird. Dies hätte zur Folge, dass wertvolle Heizenergie verloren geht. Um das zu verhindern, kommunizieren die Fensterkontakte mit den Thermostaten. Sobald geöffnete Fenster oder Türen identifiziert werden, wird die Heizung heruntergeregelt. Erst wenn sie wieder geschlossen sind, sollten die Räume wieder mehr beheizt werden.

smarter fensterk kontakt sensor von aqara
Smarter Fensterkontakt Sensor von Aqara (Robin Ewers – aroundsmart.de)

Tipp #6 Temperatur im Haus halten

Im Winter geht viel Wärme über die Fenster verloren. Mit Smarthome-Geräten kannst du die Rollläden zeitgesteuert rechtzeitig schließen lassen, ehe es gegen Abend richtig kalt wird. Dies ist auch in Abhängigkeit von den Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten möglich. Alternativ schließt und öffnest du sie direkt per Sprachbefehl („Alexa, Rollläden schließen“). So bleibt es im Haus warm und du reduzierst deine Heizkosten.

Auch im Sommer profitierst du von dieser Möglichkeit. Dann dreht sich aber alles um den Stromverbrauch statt um die Heizkosten: Indem du die Rollläden morgens automatisiert schließen lässt (auch während du schon bei der Arbeit bist), hältst du die Räume kühl und benötigst weniger Energie für die Klimaanlage.

Energiemanagement für zu Hause: Routinen in Alexa

Möchtest du mit deinem Smart home Energie sparen, hilft dir Alexa dabei. Nutze dafür eine Funktion, die auf den unscheinbaren Namen „Routinen“ hört. Einrichten kannst du sie in der Alexa-App, indem du unten rechts auf „Mehr“, dann auf „Routinen“ und schließlich auf das Plus-Symbol tippst. Nun kannst du für deine neue Routine diese Angaben machen:

  • Routinenname: Mit ihm aktivierst du später die Routine (z. B. „Urlaubsmodus“).
  • Wenn Folgendes passiert: Sag Alexa, wann sie die Routine auslösen soll, etwa mit einem bestimmten Befehl, nach Zeitplan oder wenn ein bestimmtes Geräusch erkannt wird (z. B. „Alexa, aktiviere Urlaubsmodus“).
  • Aktion hinzufügen: Sag Alexa, was sie tun soll, wenn du die Routine startest. Beim Urlaubsmodus könnte das etwa die Absenkung der Zimmertemperatur auf 16° C und die Abschaltung der Beleuchtung und smarten Steckdosen sein.

Du kannst beliebig viele Routinen anlegen und so dein Smarthome besonders individuell einstellen. So hast du für jede Situation die passende Einstellung per Sprachbefehl parat.

Smarthome-Förderung: So viel bekommst du von der KfW und der BAFA

Möchtest du richtig in dein Smarthome investieren, kann schnell einiges an Kosten zusammenkommen. Die gute Nachricht ist: Die deutsche Bundesregierung ist sich der Bedeutung von Energiesparmöglichkeiten nur allzu bewusst – nicht zuletzt aufgrund der letzten Entwicklungen in Sachen Energiekrise. Und deshalb hat sie attraktive Fördermöglichkeiten geschaffen, die dich bei der Hausautomation unterstützen.

Die Smarthome-Förderung der KfW-Bank

Die KfW-Bank unterstützt dich mit zinsgünstigen Krediten, mit denen du in eine smarte Lichtsteuerung, Heizung oder eine intelligente Rollladensteuerung investieren kannst. Zur Auswahl stehen dafür sogar zwei Kredite:

  • Altersgerecht Umbauen“ (Kredit 159): Mit diesem Förderkredit investierst du bis zu 50.000 Euro in dein Smarthome.
  • Wohngebäude-Kredit“ (Kredit 261): Bis zu 150.000 Euro kannst du mit diesem Programm finanzieren – allerdings nur, wenn dein Wohngebäude damit einen Effizienzhaus-Status erreicht.

Hier liest du mehr zu den Smarthome- Förderkrediten der KfW-Bank.

Die BAFA-Förderung für dein „Efficiency Smarthome“

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eine attraktive Möglichkeit für dich geschaffen. Im Bereich der Anlagentechnik kannst du neben den Kosten für eine neue Heizung auch die Anschaffung von Smarthome-Technologie fördern lassen. Konkret bekommst du für Kosten von maximal 60.000 Euro einen Zuschuss von 15 Prozent, den du nicht zurückzahlen musst. Möglich ist die Förderung für digitale Systeme, mit denen du den energetischen Verbrauch optimieren kannst, beispielsweise für:

  • Smart-Meter
  • Systeme zur Erfassung und Auswertung von Energieflüssen und -verbräuchen
  • elektronische Smarthome-Heizkörperthermostate oder Raumthermostate
  • Einbau von Fensterkontakten
  • notwendige Elektroarbeiten (z. B. Verkabelung)
  • Energiemanagementsysteme inklusive Inbetriebnahme und Einregulierung

Mindestens 2.000 Euro musst du investieren, um die Förderung beantragen zu können. Mehr zur Efficiency-Smarthome-Förderung erfährst du hier.

Lohnt sich das Smarthome für Privathaushalte?

Es lohnt sich in jedem Fall, sich aktiv mit dem Energieverbrauch des eigenen Haushalts auseinanderzusetzen. Selbst wenn du nur wenige Standby-Geräte nur dann mit Strom versorgst, wenn du sie nutzen möchtest, kann das mitunter mehrere Hundert Euro Ersparnis an Stromkosten pro Jahr bedeuten. Eine Temperaturabsenkung in der Wohnung um nur ein Grad kann die Heizkosten um 6 Prozent reduzieren.

Dennoch solltest du genau nachrechnen, denn zwei Faktoren sind nicht zu vernachlässigen: die Anschaffungskosten für die Smarthome-Geräte und deren Stromverbrauch. Selbst eine handelsübliche smarte Steckdose weist durch ihre Bereitschaft einen Stromverbrauch von rund 0,3 bis 0,5 Watt auf. Der Echo Dot verbraucht im Standby-Modus etwa 1,5 bis 2,5 Watt. Je mehr solcher Geräte du im Einsatz hast, desto mehr zusätzliche Energiekosten kommen natürlich hinzu.

Fazit: Kann ich mit dem Smart Home Energie sparen?

Mit dem Smart Home Energie zu sparen, ist denkbar einfach. Die meisten Geräte lassen sich einfach installieren und du kannst alle simpel über die Alexa-App steuern, sofern sie Alexa-kompatibel sind. Indem du Routinen einsetzt, sparst du täglich Energiekosten, ohne dich aktiv damit beschäftigen zu müssen. Es genügt, die Routinen einmalig einzurichten und bei Bedarf an deinen Bedarf anzupassen.

Selbst wenn du keinen größeren Aufwand betreiben möchtest, kannst du mit einfachen Mitteln wie Steckdosen oder Thermostaten dein Smarthome ausbauen und so deinen Stromverbrauch und deine Heizkosten senken.

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